Passend zum Tag der Arbeit: Manager-Magazin-Meinungsmonitor-Mai-Verweigerung

Hallo zusammen,

hier erstmal ein paar kommende Auftritte im Mai:

3.5. Takelgarn – Düsseldorf

4.5. Altes Amtsgericht – Böblingen

6.5. Vorderhaus – Freiburg

13.5. Bürgerhaus Stollwerck – Köln

20.5. Awo Trialog -Syke

25.5. Tamtam – Hannover

(Mehr Infos und Auftritte gibt es wie immer unter „Termine“)

Und dann direkt mal eine Frage:

Ticken die Typen vom Manager-Magazin eigentlich noch ganz sauber?

Gestern hatte ich einen Brief im Kasten, gefüllt mit einem Anschreiben an „ausgewählte Fach- und Führungskräfte Deutschlands“, namentlich trotzdem adressiert an mich. Das Manager Magazin will von mir „Prognosen zu den derzeit drängendsten Themen des wirtschaftspolitischen Geschehens“. Einfach so? Nein. Ich bekomme auch was dafür: einen 10-Euro-Amazon-Gutschein! Oder eine Uhr im Wert eines 10-Euro-Amazon-Gutscheins plus zwei – O-Ton – „edle Manschettenknöpfe aus hochwertigem Metall“, beschrieben als „unverzichtbares Accessoire für Topmanager“. Manager-Grundausstattung. Was ist das eigentlich für ein Blatt? Ich werfe mal einen Blick hinein. Die Zeitschrift ist eine Art BUNTE für BWL-Studenten, z.B. mit Reportagen über Aktionärsversammlungen, bei denen der „Insider“ Hendrik Leber Sätze in den Computer knetet wie:

„Warren Buffett und Charlie Munger sind jeder für sich Ausnahmepersönlichkeiten. Auch wenn man es nicht direkt vergleichen kann – aber sie gehören in die gleiche Klasse wie die Fugger oder Medici. Warren Buffett verglich Berkshire Hathaway mal mit einem Gemälde, an dem er lebenslang arbeitet. Es gibt zwar viele Schüler in seiner Werkstatt, aber es ist unwahrscheinlich, dass jemand das gleiche Kaliber hat wie er selbst…“

Du meine Güte. Eine Fan-Zeitung! Das gibt´s doch nicht. Ich habe ja noch Verständnis dafür, wenn man sich als Kind Fotos von millionenschweren Fußballern ins Sammelalbum klebt. Aber uralte, geldgierige Männer? Soweit kommt´s mit einem, wenn man bei der Umfrage des Manager Magazins mitmacht. Wahrscheinlich hat Hendrik Leber die „Manschettenknöpfe aus hochwertigem Metall“ angenommen. Schon vor Jahren. Und das ist aus ihm geworden: ein Warren-Buffet-Ultra. Sein größtes persönliches Glück auf dessen Aktionärsversammlung beschreibt er so:

„Ja, und dann steht in der Sicherheitskontrolle die Schauspielerin Glenn Close neben einem, oder auf der Toilette kommt einem Bill Gates entgegen, oder man sitzt auf dem Platz, der vorher für einen Filmstar oder einen berühmten Architekten reserviert war. Die Milliardärs- und Prominenzdichte ist enorm hoch, und doch begegnet sich alles ohne Allüren.“

Auf dem Herrenklo für Bill Gates das Pinkelbecken freigeben? Da habe ich aber noch ein paar andere Wünsche offen. Zweitnutzer von vollgepupten Prominentensesselchen sein: wen das reizt, dem schicke ich gerne mal die Umfrage vom Manager Magazin zu. Dass mein Name da drauf steht, ist sicher egal. Mich kennen die ja auch nicht. Und von den Manschettenknöpfen haben sie bestimmt genug. Für alle Fach- und Führungskräfte des ganzen Landes. Und wenn nicht… seien Sie unbesorgt: meine exklusiv für mich reservierten Topmanager-Accessoires aus hochwertigem Metall sind ab jetzt wieder freigegeben. Bis die Tage!